Dermapen, Hydrafacial und Carboxytherapie: Unterschiede und Einsatzbereiche
Ein Vergleich zwischen Microneedling (Dermapen) zur Narben- und Porenverfeinerung, Tiefenreinigung (Hydrafacial) und durchblutungsfördernder Carboxytherapie.
Das Wichtigste
- Dermapen (Microneedling): Erzeugt mikroskopische Kanäle zur Kollageninduktion; ideal gegen Aknenarben, vergrößerte Poren und Fältchen.
- Hydrafacial (Vortex-Technologie): Schmerzfreie Vakuum-Tiefenreinigung befreit von Mitessern und versorgt die Haut intensiv mit Vitaminseren.
- Carboxytherapie: CO2-Injektionen regen über den Bohr-Effekt die Mikrozirkulation an; bewährt gegen Augenringe, Schwangerschaftsstreifen und Cellulite.
Klinische Indikationsstellung: Welches Verfahren für welches Hautproblem?
Der Dermapen ist eine regenerative Strukturbehandlung; er kurbelt die Kollagenneubildung an und ist die erste Wahl bei Aknenarben, groben Poren und Knitterfalten. Das Hydrafacial dient der sanften Pflege und porentiefen Reinigung; ohne Rötungen sorgt es sofort für frischen Glow vor Events. Die Carboxytherapie brilliert durch die Anregung der Mikrozirkulation bei vaskulär bedingten Augenringen und Dehnungsstreifen.
Behandlungsablauf, Schmerzempfinden und Erholungszeiten
Vor dem Dermapen wird eine Betäubungscreme aufgetragen; die 30-minütige Sitzung hinterlässt für 24-48 Stunden eine leichte Rötung wie nach einem Sonnenbrand. Das Hydrafacial ist vollkommen schmerzfrei, dauert 45 Minuten und erfordert keine Betäubung – Make-up ist sofort möglich. Bei der Carboxytherapie spürt man für 1-2 Minuten ein leichtes Prickeln bei der Gasinjektion, das rasch vergeht.
Quellen
- Aust MC, et al. Percutaneous collagen induction therapy: an alternative treatment for scars, wrinkles, and skin laxity. Plast Reconstr Surg. 2008;121(4):1421-1429.
- Freedman BM. Hydradermabrasion: an innovative modality for non-ablative facial rejuvenation. J Cosmet Dermatol. 2008;7(4):275-280.
- Pianez RFA, et al. Effectiveness of carboxytherapy in the treatment of localized adiposity and cellulite. Dermatol Surg. 2016;42(7):826-833.