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Anästhesiearten in der Plastischen Chirurgie: Vollnarkose, Dämmerschlaf oder Lokalanästhesie?

Autor: Op. Dr. İsmail Büyükçayır · Veröffentlicht:

Für maximale Sicherheit und Schmerzfreiheit wählen Anästhesist und Operateur je nach Eingriff zwischen Vollnarkose, intravenöser Sedierung oder Lokalanästhesie.

Das Wichtigste

  • Vollnarkose: Goldstandard bei Nasenkorrekturen, Bauchdecken- und Bruststraffungen; sichert freie Atemwege, vollständige Muskelentspannung und Schmerzfreiheit.
  • Dämmerschlaf (Sedierung): Beruhigende Medikamente über die Vene versetzen in einen entspannten Schlaf bei erhaltener Spontanatmung ohne Beatmungsschlauch.
  • Lokalanästhesie: Ausreichend für kleinflächige Eingriffe wie Oberlidstraffungen, Ohrenkorrekturen oder Haartransplantationen bei wachem Patienten.

Klinische Entscheidungskriterien für die Narkoseform

Die Narkoseform richtet sich nach OP-Dauer, Aspiration-Risiko und Patientenwünschen. Bei der Nasenkorrektur ist eine Intubationsnarkose Pflicht, um das Einatmen von Blut in die Lunge sicher zu verhindern. Bei einer Oberlidstraffung hingegen ist Lokalanästhesie ideal, da der Patient die Augen zur Symmetriekontrolle willentlich öffnen und schließen kann.

Moderne TIVA-Vollnarkose und Narkosetiefe-Monitoring

Moderne Kliniken setzen zunehmend auf TIVA (Totale Intravenöse Anästhesie) statt Narkosegasen. Präzise Infusionen von Propofol ermöglichen ein sanftes Aufwachen binnen Minuten ohne Übelkeit und Erbrechen. Mithilfe von BIS-Monitoren werden Hirnströme kontinuierlich gemessen, was eine punktgenaue Narkosetiefe sichert und ein versehentliches Aufwachen unmöglich macht.

Quellen

  • American Society of Anesthesiologists (ASA). Standards for Basic Anesthetic Monitoring; 2020.
  • Gupta A, et al. Total intravenous anesthesia (TIVA) in outpatient plastic surgery: a review of safety and outcomes. Aesthet Surg J. 2017;37(7):835-842.
  • Apfel CC, et al. A risk score to predict the probability of postoperative nausea and vomiting. N Engl J Med. 1999;341(10):764-771.

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