Revisions-Rhinoplastik: Leitfaden zur Korrektur unbefriedigender Nasenoperationen
Zur Behebung von Atmungsproblemen oder Deformitäten nach Voroperationen verlangt die Revisions-Rhinoplastik eine Wartezeit von mindestens einem Jahr und oft Knorpel aus Rippe oder Ohr.
Das Wichtigste
- Wartezeit 12 Monate: Zweiteingriffe dürfen erst nach vollkommener Erweichung des Narbengewebes und Rückgang des Tiefenödems erfolgen.
- Knorpelmangel & Transplantate: Wurde die Scheidewand in der Vor-OP aufgebraucht, dient Eigenknorpel aus Rippe oder Ohrmuschel zum Wiederaufbau.
- Hohe Komplexität: Vernarbtes Gewebe und veränderte Anatomie machen die Revision zu einer der anspruchsvollsten Operationen der Plastischen Chirurgie.
Häufige Deformitäten als Indikation für Revisionen
Bei über der Hälfte aller Revisionspatienten liegen ästhetische Mängel und funktionelle Atemstörungen gleichzeitig vor. Typische Deformitäten sind die Sattelnase durch übermäßige Höckerabtragung, das "Umgekehrte V" durch Absinken der Dreiecksknorpel, die überdrehte "Steckdosennase", Nasenflügelkollaps (Klappeninsuffizienz) und verbleibende Septumschiefstände.
Strukturelle Rekonstruktion: Rippen- und Ohrmuschelknorpel
Das primäre Ziel ist die Wiederherstellung der statischen Tragfähigkeit der Nasenarchitektur. Fehlt Septumknorpel, wird über einen winzigen 2-3 cm Schnitt in der Unterbrustfalte Rippenknorpel (6. oder 7. Rippe) entnommen. Dieser wird in feine Leisten gespalten, um das Nasengerüst neu aufzubauen (Septal Extension Grafts). Für kleine Konturierungen eignet sich weicherer Knorpel aus der Ohrmuschel.
Quellen
- Toriumi DM. Subtotal reconstruction of the nasal pyramid using costal cartilage. Facial Plast Surg Clin North Am. 2009;17(1):1-19.
- Rohrich RJ, et al. The importance of the internal nasal valve in revision rhinoplasty. Plast Reconstr Surg. 2004;114(5):1253-1260.
- Gunter JP, Rohrich RJ. Augmentation rhinoplasty with autogenous graft. Clin Plast Surg. 1996;23(2):233-243.